Digitaltraining

Am Donnerstag vor den Pfingstferien besuchte uns der Digitaltrainer und Medienpädagoge Daniel Wolff für einen spannenden und kurzweiligen Digital-Tag mit der 3. und 4. Klasse.
Nach einem Ausflug in die digitale Lebenswelt der Kinder, mit Youtube-Stars wie Bibi, Gronkh, Simon Desue oder Lisa&Lena, aber auch gern genutzten Social-Media-Plattformen wie Instagramm, Snapchat und TikTok, zeigte Herr Wolff die damit verbundenen Risiken auf: die Preisgabe nahezu aller Interessen an die Mutterkonzerne und derzeit reichsten Firmen der Welt Google und Facebook, die daraus ein detailliertes Datenprofil anlegen und dieses sehr lukrativ an die Werbeindustrie verkaufen. Wir lernten folglich überrascht, dass die Nutzung der großen Internetplattformen keineswegs umsonst ist, sondern teuer bezahlt werden muss – nicht in Euro, sondern mit privaten Daten!
Um alle Apps als Minderjährige/r besser und sicherer nutzen zu können, half Herr Wolff noch während der Stunde den Kindern bei der Einstellung aller relevanten Optionen der Apps auf ihren mitgebrachten Handys.
Interessant fanden wir auch den Hinweis, dass Handys abends unbedingt aus dem Schlafzimmer entfernt werden sollten, da sie uns nicht, wie von manchem vermutet, sanft beim Einschlafen helfen, sondern uns sogar eher wach machen. Dies geschieht einerseits durch den blauen Anteil am Display-Licht, der den Schlafrhythmus empfindlich stört, und andrerseits durch aufwühlende Videos oder Nachrichten. Herr Wolff empfahl daher sehr eindringlich, alle Smartphones der Familie über Nacht an zentraler Stelle im Wohnzimmer oder Flur aufzuladen – natürlich gilt das auch für die Eltern!
Insgesamt war es ein sehr humorvoller Vortrag, der den Schülerinnen und Schülern sowohl die Risiken als auch die erstaunlichen Chancen der Smartphone-Nutzung vor Augen führte, und nebenbei ganz konkrete Tipps für einen besseren digitalen Alltag bereithielt.
Am Abend folgte ein Vortrag mit dem Ziel größerer Smartphone-Kompetenz für die Eltern. Damit Eltern ihrer Verantwortung in der Medienerziehung ihrer Kinder nachkommen können, müssten sie schließlich erst einmal verstehen, was die Kinder im Internet tatsächlich machen – denn mit dem Smartphone kann man natürlich sehr viel mehr tun als nur mobil telefonieren.
Vielen Eltern ist laut Herrn Wolff erstaunlich unwichtig, was ihre Kinder auf dem Smartphone sehen können. So berichtet er, dass überraschend viele Kinder angeben, von ihren Eltern weder vor, bei oder nach der Übergabe des Smartphones wirklich ausführlich darüber informiert worden zu sein, welche Inhalte man im Internet ansehen dürfe und welche nicht – was eigentlich schon ein wenig merkwürdig sei, denn mit dem Smartphone lassen sich kinderleicht auch nicht altersgemäße Inhalte wie Pornos jeder Couleur oder allerbrutalste Gewalt-Videos ansehen. Der Medienpädagoge führte aus, dass dieser „medienerzieherische blinde Fleck“ vor allem an der Erfahrung der Eltern in deren eigener Kindheit liege: Damals gab es ganz einfach noch keine Smartphones, so dass das Verständnis für diese Risiken teilweise komplett fehle.
Dank unseres Digitaltages haben wir nun alle, Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen, Jugendsozialarbeiterin und Eltern, unsere digitale Kompetenz erweitert, um die digitale Welt mit Spaß und Vertrauen weiterentdecken zu können! Das Thema Medienpädagogik wird an unserer Grundschule auf jeden Fall auch zukünftig einen hohen Stellenwert behalten!

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